Dienstag, 19. September 2017

17.9.2017 Olfen

Am Wochenende war das Wetter etwas besser als an den Tagen zuvor, also bin ich mal wieder nach Olfen gefahren.
Mich hat es interessiert, ob die Olfener Altstörche in diesem Jahr gezogen sind, wie im letzten Jahr oder ob sie den Winter in Olfen verbringe wie in den Jahren zuvor.

An der Eversumer Strasse sah ich dann die Störche aus der alten Steveraue. Hier ist deren Revier, da kann man sie auf den Wiesen oft bei der Futtersuche beobachten.



Frau Storch hat einen Regenwurm erbeutet.




Weiter ging es zum Nest in der alten Steveraue.
Die Störche waren zwar im Moment nicht zu Hause, aber es gibt immer mal etwas interessantes zu sehen.
Ich hatte Glück, ein Eisvogel jagte an der Stever.
In diesem Jahr gibt es nicht viele davon. Der lange Winter hat der Population wohl arg zugesetzt.
Einen zweiten Eisvogel sah ich an der Brücke an der Birkenallee.
Aber ihn sah ich nur kurz.
Er hatte Beute im Schnabel und flog davon.



Von der Brücke an der Birkenallee sah ich einen einzelnen Storch.
Es ist der Jungstorch aus der neuen Aue. 
Er  und seine Geschwister wurden bei einem Storchenkampf von den Eindringlingen aus dem Nest geworfen. 
Zu der Zeit war er noch nicht flügge, noch keine 60 Tage alt.
Er und sein Geschwister liefen seit dem in der Aue herum und suchten nach Futter.
Die Eltern wurden von den Eindringlingen vertrieben und blieben verschwunden.
Nun waren die Jungen auf sich selbst gestellt.
Der eine Jungstorch schloss sich einem Trupp Jungstörche an.
Der andere Junge blieb in der Aue, fliegt aber so gut wie gar nicht.
Er sieht aber gut aus, das Gefieder ist in Ordnung, er macht einen fitten Eindruck und scheint gut im Futter zu stehen.
Nur fliegen mag er nicht wirklich, er konnte es ja auch nicht von den Eltern lernen.
Ich hoffe, er übersteht den Winter.





 Auch die Eindringlinge halten sich noch in Olfen auf, waren aber auch unterwegs und nicht daheim.
Es scheint so, als würden 5 Störche in Olfen überwintern.

2 Poitou Esel, Mutter und Sohn konnte ich auch noch beobachten.
Sie genossen die Spätsommer Sonne.




Sonntag, 10. September 2017

7.9.2017 Abschied

Das war es dann wohl.
Das Storchenjahr 2017 geht zu Ende.
Am 7.9. fand ich nur noch ein leeres Nest vor.
Es scheint so, als wären Werner und Luise abgereist, Richtung Süden.
Vielleicht haben sie gespürt, dass das Wetter umschlägt.
Vielleicht liegt es auch daran, dass die Tageslichtlänge mehr und mehr abnimmt.
Vielleicht auch daran, dass die Sonne nun tiefer am Himmel steht.
Ich wünsche ihnen eine gute und sichere Reise und hoffe, dass wir sie im nächsten Jahr gesund wieder begrüßen können und dass sie uns dann wieder den Frühling bringen.
Tschüss bis zum nächsten Jahr und passt gut auf euch auf.


Am Abend des 6.9. waren sie noch daheim in ihrem Nest und das sind meine letzten Fotos von Werner und Luise.








Sonntag, 3. September 2017

3.9.2017 Abend in Hervest

Gegen 20 Uhr kehren Werner und Luise in der Regel zurück zum Nest.
Zu dieser Zeit ist es spannend:
Werden sie noch einmal zum Nest zurück kehren oder haben sie sich auf den Weg Richtung Süden gemacht.
Am Samstag Abend kehrten beide Störche zurück zum Nest.
Als erster kam Werner zurück zum Nest.
Er führte einen kleinen Tanz auf, hüpfte im Nest herum wie ein Jungstorch.
Das macht er eigentlich immer vor dem Abflug.
Vielleicht hat ihn die Zugunruhe gepackt?





Ca. 15 Minuten später kam Luise ins Nest zurück.


Eigentlich wollte ich zum Auto laufen, aber der Sonnenuntergang war so schön.
Dann hörte ich die Steinkäuze rufen und konnte 2 Käuzchen beobachten. 
Sie riefen, flogen umher, setzten sich auf Zaunpfähle, flogen in die Wiesen.
Dann tauchten auch die Fledermäuse auf und jagten nach Insekten.
Als dann noch die Sonne den Himmel brennen ließ und zartrosa Nebel aus den Wiesen aufstieg, war ich hin und weg.







3.9.2017 Hermann wurde abgelesen

Wieder mal eine schöne Nachricht:
Hermann, geschlüpft 2015 im Hervester Nest, wurde im Juli in Werne abgelesen. Werne liegt ungefähr zwischen Selm und Lünen.
Hermanns Pate ist Hermann Kottmann, bis dahin Leiter der Biostation Recklinghausen. Zum Zeitpunkt der Beringung ging Herr Kottman in Rente und übernahm zum Abschied die Patenschaft für den kleinen Storch Hermann, DEW 3T875.
Hier ist mein Bericht über die Beringung von Doris und Hermann 2015.

Doris und Hermann am Tag der Beringung



Hier ist ein Bericht des Ringablesers mit einem aktuellen Foto von Hermann:

http://www.oagkreisunna.de/2017/07/07/

Hier ungefähr wurde Hermann in diesem Jahr abgelesen:


Mittwoch, 23. August 2017

22.8.2017 Störche am Abend

Tagsüber sieht man die Störche Werner und Luise ziemlich selten am Nest.
Aber am Abend sind kehren sie immer noch heim.
Am Dienstag kam erst Werner mit einigem Geklapper gegen 20.30 Uhr nach Hause, bastelte ein wenig am Nest und machte es sich dann gemütlich.


Einige Minuten später trudelte auch Luise ein.


Kurzes Begrüßungsklappern


Ein wenig knibbeln am Partner


Es wurde langsam dunkel und ich machte mich auf den Heimweg.
Gute Nacht.


Und das gibt es auch:
Horstbesetzer!
Der Reiher traut sich was.


Mittwoch, 9. August 2017

9.8.2017 Werner und Luise sind Großeltern, Christel wurde abgelesen.

Heute kam eine wunderbare Nachricht von der Biostation Recklinghausen.
Christel, ein Kind von Werner und Luise, geschlüpft und beringt 2013 im Hervester Nest, hat eine eigene Familie gegründet und hat in diesem Jahr gebrütet und Nachwuchs groß gezogen.

Hier ist noch einmal der 

Christel ist nun schon der vierte Storch aus dem Hervester Nest, der Nachwuchs hat.
Die anderen sind Günter, im Duisburger Raum, Rolli in Laake, Paul in Welter Bach im Münsterland.
Werner und Luise sind ganz schön erfolgreiche Eltern.


Montag, 7. August 2017

6.8.2017 Reisewetter?

Samstag Abend, der Tag war ziemlich verregnet.
Die Jungstörche kehrten gegen 21.15 Uhr gemeinsam mit Luise zurück ins Nest.
Luise bog dann jedoch ab Richtung Pappel.
Werner folgte ein paar Minuten später.

Hier mein vielleicht letztes Bild der Jungstörche vom Samstag Abend.


Sonntag am frühen Abend spazierte Werner auf der Wiese unterm Nest zwischen den Heckrindern herum und suchte nach Futter.



Gefreut habe ich mich auch über einen Eisvogel, der in der Weide beim Teich saß.
Den Eisvögeln hat wohl der lange Winter und die Spätfröste im Frühjahr sehr zugesetzt, so dass die Bestände arg geschrumpft waren.
Leider war das Licht schon weg und es war schon dämmrig, so kann man die schönen, leuchtende Farben nicht mehr erkennen.


Gegen 21 Uhr kehrte auch Luise zurück aufs Nest und man begrüßte sich mit lautem Geklapper.


Bis 21.30 Uhr habe ich noch gewartet, aber die Jungstörche ließen sich nicht blicken.
Ich vermute mal, dass sie sich mit anderen Jungstörchen getroffen haben und sich nun gemeinsam auf die lange Reise vorbereiten.



Gute Nacht.
Ihr wart tolle Eltern und habt prächtige Jungstörche groß gezogen.
Bis Anfang September werden Werner und Luise uns hoffentlich noch erhalten bleiben.