Samstag, 10. Februar 2018

10.2.2018 Gerade gerückt

Das Hervester Nest war ja in arge Schieflage geraten. 
Die Nest Unterlage hat sich mit den Jahren zu einer Seite geneigt.
Die Nestkonstruktion ist ja auch schon einige Jahre alt.
Bei der Beringung im letzten Jahr wurde schon darüber geredet etwas gegen die Schieflage zu unternehmen.
Es bestand die Gefahr, dass das Nest abrutscht oder vielleicht die Eier aus dem Nest rollen.
Im Herbst und Winter war es aber nicht möglich da der Untergrund durch den vielen Regen aufgeweicht und nicht mit schwerem Gerät befahrbar war.
Nun gab es eine Chance ans Nest zu gelangen da der Boden während der letzten Frosttage hart gefroren war.
Allerdings taute es schon wieder seit gestern.
So hat man heute das Nest wieder gerade gerichtet.
Es würde wohl so etwas wie eine Leiste oder ein Keil an der hängenden Seite unters Nest geschoben.
Dadurch steht das Nest nun wieder gerade.
Vielen Dank an die Leute für ihren Einsatz, ihre Arbeit und das Bereitstellen von Werkzeug und Geräten.
Ich konnte nicht dabei sein, aus familiären Gründen.
Günter aus Dorsten war vor Ort und hat mir seine Fotos zur Verfügung gestellt.
Herzlichen Dank an Günter dass ich die Bilder verwenden darf.








Damit ist die Geschichte leider noch nicht zu Ende.
Am Nachmittag war ich dort.
Das Nest war wieder gerade, der Storch auf dem Nest
...der Hubsteiger hatte sich leider im doch zu weichen Boden festgefahren.
Man hat wohl schon versucht, den Hubsteiger mit einem Kran zu bergen, das hat leider nicht geklappt.



Nachtrag:
Am Sonntag Morgen wurde der Hubsteiger mit Hilfe von 2 Traktoren aus dem Sumpf gezogen.

Mittwoch, 7. Februar 2018

7.2.2018 Der erste Storch im Hervester Bruch.

In den letzten Monaten war ich etwas schreibfaul. Wegen des schlechten Wetters war ich auch nicht so viel unterwegs. Immer nur Regen, grau und dunkles Wetter sind halt nicht sehr motivierend; für mich jedenfalls nicht.
Kaum scheint die Sonne taucht der erste Storch in Hervest auf. Das passt.
Am 6.2. bekam ich zur Mittagszeit einen Anruf:
Ein Storch steht in Hervest auf dem Nest.
Leider musste ich lange arbeiten und war danach noch zu einer Geburtstagsparty eingeladen.
Die konnte ich leider nicht mehr absagen.
Heute aber hatte ich etwas früher Feierabend, die Sonne schien, also nix wie raus.
 Es ist ziemlich kalt, ein eisiger Wind wehte aus Nord-Ost, der Teich unterm Nest ist zugefroren.


Der Storch stand auf dem Nest.
Werner oder Luise?
Sicher bin ich mir nicht.
Tippe eher auf Luise.
Der Storch ist eher zierlich, das Gefieder beige-gelblich. 
Werner Gefieder ist sehr weiß.
Außerdem kam Luise in den letzten Jahren früher an als Werner.
Lassen wir uns überraschen, die Hauptsache ist, ein Storch ist wieder da.







Auf den nächsten 2 Bildern sieht man, dass die Nestunterlage etwas Schieflage hat. 
Hoffentlich hält das Konstrukt noch einige Zeit.
Das Nest hat ja den letzten Sturm gut überstanden.



Nun bin ich mal gespannt, wann der zweite Storch eintrifft und ich hoffe mal, er bringt den Frühling mit.
In der kommenden Nacht wird der Storch wohl kalte Füße bekommen, -7 °C sind vorraus gesagt.

Dienstag, 26. September 2017

24.9.2017 Kauziges - mal wieder beim Steinkauz vorbei geschaut.

Am Sonntag habe ich mal wieder nach dem Kauz geschaut.
Ein paar Wochen lang habe ich ihn nicht mehr gesehen.
Dachte schon, er hat sein Revier verlassen.
Aber am Sonntag saß er wieder auf seiner Burg und ich habe mich riesig gefreut ihn zu sehen.
Besser noch, ich hörte einen zweiten Kauz in der Nähe rufen, konnte ihn aber nicht sehen.
"Mein" Kauz antwortete und ich konnte ihrer Unterhaltung folgen, verstand aber nichts.
In diesem Jahr war der Kauz wohl alleine und es gab keinen Nachwuchs.
Hoffentlich hat er nun wieder einen Partner gefunden und mit Glück gibt es im nächsten Jahr Babykäuzchen.







 Ende der Fotosession.
Er zog sich nun zurück.


Ein imposanter Bussard war auch in der Nähe.




Ich war auch in den Pilzen. 





Dienstag, 19. September 2017

17.9.2017 Olfen

Am Wochenende war das Wetter etwas besser als an den Tagen zuvor, also bin ich mal wieder nach Olfen gefahren.
Mich hat es interessiert, ob die Olfener Altstörche in diesem Jahr gezogen sind, wie im letzten Jahr oder ob sie den Winter in Olfen verbringe wie in den Jahren zuvor.

An der Eversumer Strasse sah ich dann die Störche aus der alten Steveraue. Hier ist deren Revier, da kann man sie auf den Wiesen oft bei der Futtersuche beobachten.



Frau Storch hat einen Regenwurm erbeutet.




Weiter ging es zum Nest in der alten Steveraue.
Die Störche waren zwar im Moment nicht zu Hause, aber es gibt immer mal etwas interessantes zu sehen.
Ich hatte Glück, ein Eisvogel jagte an der Stever.
In diesem Jahr gibt es nicht viele davon. Der lange Winter hat der Population wohl arg zugesetzt.
Einen zweiten Eisvogel sah ich an der Brücke an der Birkenallee.
Aber ihn sah ich nur kurz.
Er hatte Beute im Schnabel und flog davon.



Von der Brücke an der Birkenallee sah ich einen einzelnen Storch.
Es ist der Jungstorch aus der neuen Aue. 
Er  und seine Geschwister wurden bei einem Storchenkampf von den Eindringlingen aus dem Nest geworfen. 
Zu der Zeit war er noch nicht flügge, noch keine 60 Tage alt.
Er und sein Geschwister liefen seit dem in der Aue herum und suchten nach Futter.
Die Eltern wurden von den Eindringlingen vertrieben und blieben verschwunden.
Nun waren die Jungen auf sich selbst gestellt.
Der eine Jungstorch schloss sich einem Trupp Jungstörche an.
Der andere Junge blieb in der Aue, fliegt aber so gut wie gar nicht.
Er sieht aber gut aus, das Gefieder ist in Ordnung, er macht einen fitten Eindruck und scheint gut im Futter zu stehen.
Nur fliegen mag er nicht wirklich, er konnte es ja auch nicht von den Eltern lernen.
Ich hoffe, er übersteht den Winter.





 Auch die Eindringlinge halten sich noch in Olfen auf, waren aber auch unterwegs und nicht daheim.
Es scheint so, als würden 5 Störche in Olfen überwintern.

2 Poitou Esel, Mutter und Sohn konnte ich auch noch beobachten.
Sie genossen die Spätsommer Sonne.




Sonntag, 10. September 2017

7.9.2017 Abschied

Das war es dann wohl.
Das Storchenjahr 2017 geht zu Ende.
Am 7.9. fand ich nur noch ein leeres Nest vor.
Es scheint so, als wären Werner und Luise abgereist, Richtung Süden.
Vielleicht haben sie gespürt, dass das Wetter umschlägt.
Vielleicht liegt es auch daran, dass die Tageslichtlänge mehr und mehr abnimmt.
Vielleicht auch daran, dass die Sonne nun tiefer am Himmel steht.
Ich wünsche ihnen eine gute und sichere Reise und hoffe, dass wir sie im nächsten Jahr gesund wieder begrüßen können und dass sie uns dann wieder den Frühling bringen.
Tschüss bis zum nächsten Jahr und passt gut auf euch auf.


Am Abend des 6.9. waren sie noch daheim in ihrem Nest und das sind meine letzten Fotos von Werner und Luise.