Freitag, 12. Juli 2013

12.06. Der erste Ausflug

Heute Mittag gegen 12.30 Uhr bekam ich einen Anruf von Wendy:

"Der Erste fliegt!"

Soooo früh hätte ich ja nicht damit gerechnet.
Im letzten Jahr brauchten sie 67 Tage bis zum ersten Flug, in diesem Jahr 61 Tage bis zum ersten Rundflug. So unterschiedlich kann es sein.
Und im letzten Jahr war sogar noch das Wetter besser.

Gegen 15 Uhr kam ich in Hervest an und der Kleine spazierte immer noch auf der Wiese herum.
Wendy erzählte, er habe schon versucht wieder aufs Nest zu fliegen, hat aber nicht landen können.
Fliegen konnte er schon erstaunlich gut, aber mit der Navigation Richtung Nest kam er noch nicht so richtig klar. Mal war er zu hoch, mal zu tief. 
Irgendwann verließen ihn die Kräfte und er landete wieder auf der Wiese.
Ich bin immer froh, dass unsere Störche eine weiche Wiese haben, auf der sie relativ gefahrlos landen können.



Das Spielnest in der Pappel konnte er aber anfliegen. Eigentlich ist es komplizierter in einem Baum zu landen als auf dem Nest frei stehenden Nest. 


 Einer der Altstörche, meist Luise, war immer in der Nähe.
Hier wird der andere Jungstorch, der Nesthocker, von ihr gefüttert. 


 Der Kleine guckt ganz interessiert, hat sich aber nicht aus der Pappel weg getraut. 


Luise stand unten auf der Wiese nahe beim Teich.  


 Ein neuer Anflug aufs Nest, dieses mal zu tief. 


 Er landete dann bei Luise. 


 Luise flog dann aber davon, überflog aber noch ein wenig das Gebiet.
Der kleine Nesthocker wurde auf einmal munter und hüpfte und flatterte im Nest heum.
Wir dachten schon, er fliegt auch gleich los.


 Gegen 18 Uhr flog der Jungstorch dann noch einmal Richtung Nest und schaffte nun im ersten Versuch ein Landung auf dem Nest.
Wir waren froh, dass er nun nach Hause gefunden hat und nun doch nicht unten übernachten muss.





 In Olfen in der neuen Steveraue flog gestern der erste Jungstorch.
Er verließ das Nest um 16 Uhr und kehrte erst gegen 21 Uhr zum Nest zurück.


Dienstag, 9. Juli 2013

08.07. Hüpfer am Abend....

Am Abend in Hervest.
Die Jungen zankten sich um Grasbüschel. Jeder von ihnen wollte so etwas haben.
Hatte der eine Jungstorch den Büschel ergattert, stiebitzte der andere Junge ihm die Beute wieder.





Das Abendessen kam geflogen und die Kleinen zeigten ihr ganzes Temperament bei der Fütterung.



Gut gestärkt absolvierten sie ein paar nette Sprünge.
Die Höhe ist schon mal nicht schlecht, die Ausdauer fehlt noch.
Sie können sich noch nicht wirklich lange in der Luft halten.








Gute Nacht 


Der Weißstorch ist in NRW der Vogel des Monats Juli. 
Nachlesen kann man das hier: 

 Weißstörche in NRW im Aufwind 

Sonntag, 7. Juli 2013

06.07. Olfen

Gestern war ich in Olfen.
Im Nest an der Füchtelner Mühle gabs 3 schon ganz schön große Jungstörche.
Die ersten netten Hüpfer gab es auch zu sehen.
Der Nachwuchs hier ist etwa eine Woche jünger als die Jungen in Hervest.
Leider hat man hier immer mit dem Gegenlicht zu kämpfen. 




Weiter ging es zum anderen Olfener Nest

Dort sind die 4 Jungstörche schon größer, etwas älter als die Hervester Jungen.

Das Nest wird bald zu klein sein.


 Viele Sprünge und Hüpfer gibts auch hier zu sehen. Der Horstbetreuer rechnet damit, dass die 2 Ältesten Mitte der kommenden Woche ihren ersten Ausflug unternehmen.

Ein Video mit Fütterung und ein paar Hüpfern 







 Genug Futter für den 4-köpfigen Nachwuchs heran zu schaffen ist harte Arbeit.
Das Abliefern aber auch.
Es erfordert schon fliegerisches Können so eine Punktlandung hin zu legen.



Frau Storch nach der Fütterung in der Wiese unterm Nest.
 

Den Eseln war es zu warm, sie standen in ihrem Unterstand im Schatten.
Nur der Kleine stand draußen.


Junge Hasen gab es auch zu sehen.

Die Heckrinder haben auch noch einmal Nachwuchs. 
Sonst kommt der ja im Spätwinter/ Frühling.


Über die Stever flitzen im Momment wieder die Prachlibellen.
Manchmal lassen sie sich auch kurz nieder.



Der Reiher stand stundenlang an einer Stelle und nahm ein Sonnenbad


Samstag, 6. Juli 2013

05.07. Beringung in der Rheinaue Duisburg Walsum

Am Freitag, den 05.07. sind die Jungstörche aus dem Nest an der Kaiserstrasse in Duisburg Walsum beringt worden.
Eigentlich sollte die Beringung am vergangenen Mittwoch stattfinden, aber nach dem vielen Regen war die Wiese so aufgeweicht, dass sie nicht mit schwerem Gerät wie einem Hubsteiger  befahren werden konnte.
Also hat man sich für die altmodische und gefährlichere Variante entschieden:
Eine lange Leiter musste her.
Auch hier konnte die Feuerwehr aushelfen.
Der Beringer, Herr Kladny, kletterte nach oben zum Horst, nahm die 3 Jungen aus dem Nest, transportierte sie nach unten, dort wurden sie beringt und gleich wieder nach oben transportiert.
In diesem Nest waren ursprünglich 4 Jungtiere, eins ging leider vor ca. 10 Tagen ein.
Trotzdem ist es ein großer Erfolg, es ist die erste, erfolgreiche Brut in diesem Nest.
Die Walsumer Altstörche sind Erstbrüter, beide sind erst 3 Jahre alt.
Von daher auch eine tolle Leistung des Paares.
Besonders freut es mich, dass die Störchin aus Olfen kommt.
Die Ringnummern der Jungstörche lauten:
 DEW 8x195, DEW 8x196, DEW 8x197
Bei der Beringung konnte ich nicht dabei sein, aber meine Storchenfreundin Heide hat mir die Bilder und Informationen geschickt.
Ganz herzlichen Dank dafür.
Alle Bilder sind  ©heidevanderhave




Mir wird vom Zugucken schon ganz anders.
Dort kriegten mich keine 10 Pferde hinauf.


Interessierte Zuschauer.




Alles überstanden, Störche und Beringer wohlauf.


Im Jahr 2006 sind in der Rheinaue 3 Nisthilfen für Störche aufgestellt worden.

Einladung an Weißstörche

Freitag, 5. Juli 2013

04.07. Hohe Hüpfer

Heute am frühen Abend in Hervest.
Erst war alles ruhig, die beiden Jungen lagen im Nest, waren kaum zu sehen.
Dann gab es doch noch etwas Action.
Erst gab es eine Stärkung 


Direkt nach der Fütterung flog der Altstorch ins Spielnest.
Nur weg von den bettelnden und immer hungrigen Gierschlunden.


Den ganzen Tag über war es ziemlich windstill.
Aber nun kam ein wenig Wind auf. Die Jungen nutzten ihn und trainierten ihre Flugmuskeln.
Es gab einige nette, hohe Sprünge von dem größeren Jungstorch zu sehen.









Auch der Kleine trainiert schon fleißig. Aber seine Flügelfedern sind noch etwas lückenhaft, die tragen ihn noch nicht.
In einer Woche gibt es vielleicht die ersten Nestrunden zu sehen.


Die Nutria im Teich interssiert das alles nicht.