Donnerstag, 7. Juni 2012

06.06. Olfen, neue Steveraue. Beringung zweier Jungstörche

In der neuen Steveraue lief alles ganz problemlos ab.
Als wir ankamen gab es gerade einen Wechsel, er kam, sie flog ab, die Jungen bekamen Futter.
Dann fuhr der Hubsteiger in die Wiese, man fuhr hoch, 2 proppere Junge bekamen die Ringe, man fuhr wieder runter, ruck zuck, alles war fertig.
Vater Storch flog zurück aufs Nest zum Nachwuchs.

Die Ringnummern der Jungstörche lauten
DEW 0X297
DEW 0X298 



Ein bisschen Flügeltraining.
Obwohl sie etwas so alt sind wie die Hervester Jungen, sind sie etwas weiter entwickelt.


Er guckt ganz angespannt. Was ist dort unten los?


Nichts wie weg.



Der Storch landete nicht weit entfernt vom Nest in der Wiese.


Ein paar Platzrunden drehte er auch, behielt dabei immer sein Nest und die Störenfriede im Auge.


Zaungäste


Kaum bewegte sich der Hubsteiger weg vom Nest, flog er auch sofort zu seinen Jungen


Alles in Ordnung im Nest.


Auf dem Weg nach Hause habe ich noch einen Strauß Blumen gepflückt.
Aber nur mit der Kamera, die Pracht ist so vergänglich in der Vase.


06.06. Olfen, alter Steveraue. Die Bergung der toten Jungstörche.


Heute gibts traurige Nachrichten.
Die eine kommt aus Duisburg Walsum.
Dort sind nun schon im dritten Jahr die Jungen eingegangen. Wieder mal im Alter von ca. 4 Wochen. Da das nun doch sehr merkwürdig ist, wurden gestern die 3 toten Küken (es waren mal 4) aus dem Nest geholt und nach Krefeld in ein Institut zur weiteren Untersuchung geschickt.
Vielleicht findet man ja einen Hinweis.
Dieser Artikel stand in der WAZ


Dann bekam ich gestern einen Anruf von einem Storchenfreund aus Haltern:
"Schlechte Nachrichten aus Olfen. In der alten Steveraue sind die Jungen tot"
Welch ein Schock!! Ich war fix und fertig!!
Weiter erzählte er, dass es wohl Kämpfe gab, die die Jungen nicht überlebt haben.
Heute am späten Nachmittag sollte dort die Beringung statt finden und ich wollte sowieso hin fahren. Nun natürlich erst recht. 
Statt der Beringung wurden heute die toten Jungstörche geborgen.
Sie waren schon so groß. Etwa so alt wie die Hervester Jungen
Ich kam dort am Nest an und sah 2 Störche auf dem Nest.
Sie waren sehr unruhig, haben viel geklappert, immer mal im Nest gestochert, an den toten Jungen gezupft. 




Ich konnte sogar mehrere Kopulationen beobachten.
Dass das Männchen auch beringt ist, habe ich nicht bemerkt.
Ohne Fernglas sieht man es auf die Entfernung nicht.
Das alte Männchen dort ist unberingt.


Kurze Zeit kamen Horstbetreuer, Beringer, Presse gemeinsam mit dem Betreuer der Aue und dem Fahrer des Hubsteigers.
Der Horstbetreuer meinte, ein neues Paar hätte den Horst nun erobert.
Der Horstbetreuer erzählte mir, am Samstag Vormittag wurde das Männchen zuletzt auf dem Horst gesehen. Es gab immer wieder Angriffe auf den Horst.
Das Weibchen war alleine und einfach nicht in der Lage, die Jungen zu beschützen, zu füttern und das Nest zu verteidigen. Dazu kam auch der viele Regen und die Kälte. Das alles und die Angriffe haben die Jungen nicht überlebt.
Die Kadaver wiesen auch Verletzungen auf. 

Aufwärts gehts, die Wildpferde finden es wie immer sehr interessant.
Während die toten Jungtiere geborgen wurden, hat der Horstbetreuer und der Betreuer der Pferde usw. nach dem alten Männchen gesucht.
Wo er abgeblieben ist, weiß man nicht.
Ein toter, unberingter Storch wurde bisher nicht gefunden, ein verletzter Storch wurde auch nicht gemeldet.



Die Störche machten sich aus dem Staub, flogen aber nicht weit weg und warteten in der Wiese ab, was da passiert.


Die Kadaver der Jungen wurden geborgen 


Noch mehr Nachwuchs gab es bei den Wildpferden 



Wir fuhren dann weiter zur Beringung in der neuen Aue.
Dort bat der Horstbetreuer darum, ob wir mal versuchen könnten, die Ringe abzulesen.
Auf dem Rückweg fuhren wir noch mal an der alten Aue vorbei.
Günter aus Dorsten hatte sein Spektiv dabei.
Wir konnten die Ringe ablesen.
Und nun wird es spannend.
Der eine Storch war beringt mit der Nummer
DEW 7X240, das ist das Weibchen von diesem Horst.
Der andere Storch ist beringt mit
DEW 5X828.
Und nun wird es spannend. Dieser Storch ist ein alter Bekannter.
Er hatte 2010 ein kurzes Intermezzo mit der Störchin aus der neuen Steveraue, wurde aber vom Männchen verjagt, als dieser aus dem Süden zurück kehrte.
Danach wurde er in Hervest abgelesen.
Das stand damals darüber in der Zeitung 


2011 tauchte er ebenfalls ein paar mal in Hervest auf.

Das ist der Bericht der Beringungszentrale über diesen Storch.
Bemerkenswert ist, dass er und die Olfener Störchin aus der Gegend um Darmstadt kommen.


Danach ging es weiter zur Beringung in der neuen Steveraue.


Mittwoch, 6. Juni 2012

05.06. Endlich mal wieder Sonne

Nach dem vielen Regen am Wochenende schien am Dienstag endlich mal wieder die Sonne. Richtig warm war es zwar nicht, aber Störche und ihr Nest wurden endlich mal wieder trocken.
Die Jungen lagen meist im Nest und ließen sich von der Sonne wärmen.
Am späten nachmittag war ich dort und habe mich gefreut, sie so fit zu sehen.
Innerhalb von einer Stunde gab es auch zweimal Futter.
Was will man auch mehr?




Welch eine Spannweite bei dem Jungstorch


Auch der jüngere Storch zeigte seine Flügel


Noch mal Futter und frisches Nistmaterial


Rücks raus!!!!



Gesehen und gehört haben wir nach langer Zeit auch mal wieder den Steinkauz.
Er flog öfter ins Gras als wäre er auf Futtersuche und flog dann zurück in den Baum.
Ich denke, die Jungen sind nun geschlüpft und beide Eltern gehen auf die Jagd nach Futter.


Von den Heckrindern habe ich noch dieses Video gemacht

Dienstag, 5. Juni 2012

Montag, 4. Juni 2012

04.06. Dauerregen

Seit gestern regnet es beinahe ohne Unterlass. Die Nacht war zwar trocken, aber mit Temperaturen um 6 °C auch ziemlich kalt. 
Auch heute hat es fast nur geregnet.
Am Nachmittag habe ich bei den Störchen vorbei geschaut.
Sie waren zwar durchweicht, ein Bild des Jammers, aber es schien ihnen gut zu gehen.
Sie standen im Nest, haben sich bewegt, immer wieder die nassen Federn ausgeschüttelt.
Hoffentlich hört dieser Regen bald auf und hoffentlich gibt es in der Region keine Verluste durch dieses grauslige Wetter.





Samstag, 2. Juni 2012

01.06. Beringung im Hervester Bruch

Freitag war der große Tag in Dorsten, im Hervester Bruch. Für 18 Uhr war die Beringung der Jungstörche geplant.
Wie üblich war das Wetter schlecht.
Tagsüber hat es öfter geregnet, nachmittags war es dann wohl trocken, aber ziemlich grau.
Die 2 Jungstörche, Rolli und Jochen sollen sie heißen, saßen mit Mama Luise noch ahnungslos im Nest.
Die Spannweite des Jungstorches ist doch schon enorm!


Dann kam Papa Werner mit frischer Bettwäsche und Futter.




Luise flog ab, die Jungen wurden gefüttert und waren danach erst einmal träge.
Man sah nicht mehr viel von ihnen.


Dann ging es los!
Ein gelbes Monster wälzte sich von rechts durch die Wiese.
Vielen Dank auch mal wieder an die Firma Engbers, die den Hubsteiger jedes Jahr zur Verfügung stellt und Danke auch an den Mitarbeiter, der das Fahrzeug in seiner Freizeit bedient.


Werner wurde es dann doch zu brenzlig und er verließ lieber das das Nest.
Er flog etwa 100 Meter nach links in die Wiese und beobachtet alles aus sicherer Entfernung.


Von dort sah er wie das gelbe Monster den Arm nach seinem Nest mit dem Nachwuchs drin ausstreckte.
Im Korb des Hubsteigers Herr Jöbges, der Beringer und ein Kameramann. 
Vielleicht vom WDR.
Evtl. kommt ein Bericht über die Beringung in der Lokalzeit oder der Aktuellen Stunde.


Ein zweites mal ging es aufwärts mit einem Pressefotografen.


Zwischendurch flog Werner mal eine Platzrunde und landete im Spielnest in der Pappel.


Irgendwann verzog sich das Monster wieder und als der Hubsteiger die Wiese verließ flog Werner zurück Richtung Nest. 
Er flog es nicht direkt an, hielt sich überm Nest erst etwas in der Luft und kontrollierte, ob alles in Ordnung ist.
Erst dann landetet er und fand seinen Nachwuchs schlafend und unbeschadet in Akinese, einer Art Totstellreflex, vor.


Ein paar Minute später kam Luise zurück, auch mit Polstermaterial und natürlich mit Futter.
Das weckt den schläfrigsten Jungstorch wieder auf.



Gegen 19 Uhr war alles vorbei, in den Hervester Bruch kehrte wieder Ruhe ein und sogar die Sonne blinzelte mal kurz durch die Wolken.
Ich bin gespannt, ob wir in einigen Jahren eine Rückmeldung von diesen Jungstörchen bekommen.
Die Ringnummern lauten:
DEW 0X295
DEW 0X296

Dann war da noch dieses hübsche Käfer Paar, 


Und in der Dorstener Zeitung gibt es auch schon einen Bericht über die Beringung:

Freitag, 1. Juni 2012

01.06. Beringung in Bislich

Zur Zeit werden die Störche in NRW durch Herrn Jöbges im Akkord beringt. Heute in Dorsten, Hervester Bruch, nächste Woche irgendwann in Olfen, gestern in Bislich im Kreis Wesel.

Hier sind zwei Bilder meiner Storchenfreundin Wendy aus Dorsten

Der Hubsteiger


Nach 17 Minuten war alles vorbei und ein Elternteil wieder auf dem Nest und hat die Jungen gefüttert.


Hier sind noch Zeitungsartikel aus der RP mit Berichten über die Beringung:



und


Daraus ein Zitat:

Es ist schon unglaublich: 1992 haben Tierschützer in ganz NRW gerade mal vier Storchenpaare gezählt. Mittlerweile sind es 95, die bereits Nachwuchs bekommen haben oder Elternfreuden entgegensehen. "Auch wenn wir erst Ende der Saison Bilanz ziehen können, so kann man jetzt schon sagen: 2012 wird für NRW ein Rekordjahr", sagt Michael Jöbges, Sprecher der Landesarbeitsgemeinschaft Weißstorch.