Mittwoch, 9. November 2011

LKW mit zehntausend toten Singvögeln gestoppt

Bonn/Nagylak. Ungarische Zöllner haben an der Grenze zu Rumänien am Wochenende einen LKW mit rund zehntausend frisch geschossenen Singvögeln gestoppt. Wie das Bonner Komitee gegen den Vogelmord mitteilt, handelt es sich dabei vor allem um in Deutschland bedrohte Feldlerchen, die bei italienischen Gourmets als Delikatesse hoch begehrt sind.
Beschlagnahmt: 10.000 Feldlerchen und andere ZugvögelBeschlagnahmt: 10.000 Feldlerchen und andere ZugvögelAufmerksamen Zollinspektoren war aufgefallen, dass einige Kartons in dem rumänischen Kühlwagen anders aussahen, als die übrigen mit Fleisch- und Wurstwaren. "Darauf wurde die Ladung detailliert kontrolliert", berichtet Kommissarin Linda Jásza von der Polizei in Nagylak. Bei der Kontrolle dann der grausige Fund: Kistenweise tote Singvögel, verpackt in Plastiktüten, die alle fein säuberlich beschriftet worden waren. Insgesamt enthielten die Kartons mehr als 9.000 Feldlerchen sowie Hunderte Blaukehlchen, Stieglitze, Wacholderdrosseln, Misteldrosseln, Rohrammern und Bachstelzen. Nach Einschätzung eines Sachverständigen wurden die Tiere vor wenigen Tagen mit Schrotgewehren abgeschossen.
Hier geht es weiter:

Dienstag, 8. November 2011

Kuhlenvenn bei Coesfeld

Am Samstag habe ich einen Ausflug zum Kuhlenvenn gemacht. Das ist ein Naturschutzgebiet in Gescher, bei Coesfeld im Münsterland. Es liegt am Rande eines ehemaligen Hochmoors. Reste dieses Moores, die Fürstenkuhle,  sind noch vorhanden. Dort gibt es z.B. den Moorfrosch, der fast ausgestorben ist. Dieses Moor wird nun renaturiert. In diesem Gebiet brütet u.a. auch der Große Brachvogel. Auf den Brachvogel weist auch ein Straßenename hin: Tütenvenn Weg. Der Brachvogel wird volkstümlich auch Tütenbelle genannt.
Auf dem See dort gibt es Graugänse, Haubentaucher, Stockenten, Kormoran. Am Ufer sah ich einige Graureiher und 2 Silberreiher.


Auf den Wiesen beim Teich weideten mehr als 1000 Blässgänse und einige Graugänse.







Die Ruhe wurde jäh gestört als ein motorisierter Gleitschirmflieger sich dem Gebiet näherte und dann die Wiesen überflog. 
Die Gänse flogen alle panisch auf und kreisten ums Gebiet. Der Himmel war schwarz von Gänsen.
Ich hoffe ja, das diesem rücksichtslosem Flieger der Bürtzel angekokelt wird. Andererseits war es ein beeindruckendes Schauspiel, die vielen Gänse in der Luft zu sehen und zu hören.






Im Video sieht man wie panisch sie auffliegen und wie lange es dauert, bis sie sich wieder beruhigt und sortiert haben




Nach einer halben Stunde ungefähr kehrte langsam wieder Ruhe ein.



Friedlich wurde es erst, als die Sonne unterging.

Sonnenuntergang in Hervest

Nachdem die Uhren nun auf Winterzeit stehen, komme ich erst spät nach Hervest. Aber bei diesem schönen Herbst gibt es wenigstens schöne Sonnenuntergänge.

Montag, 31. Oktober 2011

31.10. Späte Libelle.

Heute, am letzten Tag im Oktober, bei 18 °C und Sonnenschein, flog noch eine wunderschöne Libelle im Hervester Bruch herum.
So spät im Jahr habe ich diese Insekten noch nie gesehen


Eine Weihe fliegt auch zur Zeit um den Teich herum. Es ist ein Weibchen. Aber ob es eine Wiesenweihe oder eine Kornweihe ist kann ich nicht sagen.

29.10. Raubwürger und Wälder werden gekalkt.

Der Raubwürger hält ich immer noch in Hervest auf. 
Hier sitzt er wieder auf der Eiche vor der Plattform
Vielleicht bleibt er wirklich länger.


Auch wieder da, der Silberreiher.
Er verbringt wieder den Winter hier. Und zankt sich wie in jedem Jahr mit den Graureihern. 
Das heißt, die Graureiher zanken eher mit ihm und versuchen ihn zu verscheuchen.
Nicht sehr gastfreundlich.
Im letzten Winter hielten sich bis zu 3 Silberreihern im Hervester Bruch auf.


Im Moment werden die Wälder der Umgebung mit Hubschraubern gekalkt.
Das soll der Versauerung der Böden entgegen wirken.


Hier gibts ein Video aus der WDR Mediathek


Und ein Artikel au der Dorstener Zeitung zum Nachlesen

Donnerstag, 13. Oktober 2011

13.10. Raubwürger und Horstbesetzer.

Heute war ich zum ersten mal seit dem Urlaub wieder in Hervest. Eigentlich sollte dort ja so viel umgebaut und geändert, gesperrt und neue Parkplätze angelegt werden. Aber nix ist bisher passiert. Abwarten und Tee trinken. Mal gucken, ob noch etwas passiert und was passieren wird.
Als erstes war ich heute an der Beobachtungsplattform. Kaum war ich dort, sah ich einen amselgroßen Vogel in die Eichen vor der Plattform fliegen. Ich hielt ihn vom Flugbild her erst für einen Kleinspecht. Als ich mit dem Fernglas richtig hinsah, bemerkte ich, dass es ein Raubwürger war. 
Ich weiß nicht, ob dieser Würger vorher schon mal in Hervest beobachtet wurde.




Er blieb noch einige Zeit in dem Baum und flog dann in die Büsche auf der rechten Seite. Nach einer kurzen Zeit kam er mit einem zweiten Raubwürger zurück. Die 2 Vögel stritten und gingen nicht sehr freundlich miteinander um. Sie flogen dann in das Wäldchen hinter der Plattform.
Ich bin mal gespannt, ob sie den Winter in Hervest verbringen oder ob sie weiter ziehen.

Dann bin ich noch zum Storchennest und fand bereits die Nachmieter im Nest.
Ein paar Nilgänse machten sich dort breit und teilten ihren Anspruch auf das Nest lautstark mit.




Auf dem Heimweg gab es dann noch einen wunderschönen Sonnenuntergang zu sehen.